Traiskirchen Stadt

Traiskirchen Stadt ist der Kern der Stadtgemeinde Traiskirchen.

Um diesen Stadtteil sind die anderen Katastralgemeinden angeordnet.

1927 wurde Traiskirchen zur Stadt erhoben.

Rathauskeller / DreiKirchenWirtRathauskeller / Dreikirchenwirt:

Direkt an der Traiskirchner Hauptverkehrsader, der Triesterstraße, war es seit dem Bau der Straße 1195 über Jahrhunderte hindurch eine willkommene Gelegenheit zur Rast für die durchfahrenden Fuhrwerke. Bei Grabungsarbeiten wurden Gefäße bis zurück ins 14. Jahrhundert entdeckt, die eindeutig für Getränke verwendet wurden. Die Fundstücke bis in das 18. Jahrhundert hinein sind im Traiskirchner Stadtmuseum ausgestellt. Der älteste bekannte Pachtvertrag über eine gastronomische Nutzung des Gebäudes stammt aus dem Jahr 1746. In diesem Vertrag sind eindeutig die Nutzung von Zimmern, einer Küche und die „Schenkh Gerechtigkeit mit Wein, Bier, Brandtwein und der Kocherey“ angeführt.

Franz Kroller SternwarteFranz-Kroller-Sternwarte:

Traiskirchen hat die älteste, öffentliche Sternwarte in Niederösterreich, die Franz-Kroller-Sternwarte. Sie wurde auf dem Dach der Stadtsäle errichtet und im Jahr 1967 eröffnet. Als Volkssternwarte wird sie von einer Arbeitsgemeinschaft betreut und geleitet. Die Wahl des Standortes mitten in der Stadt nahe dem Hauptplatz begründet sich in der Zielsetzung einer möglichst leichten Erreichbarkeit für Schulklassen. Die Sternwarte war die einzige Volkssternwarte in Österreich die am internationalen Mondbeobachtungsprogramm LION anlässlich der Apollo-Flüge teilnahm und auch ein positives Ergebnis an die Zentrale in Tucson/Arizona melden konnte. Auch dadurch hat sie immer wieder überregionale Bedeutung erlangt.

Appetizer: Kadettenschule / Flüchtlingslager TraiskirchenKadettenschule / Flüchtlingslager

Die noch in der Kaiserzeit 1903 als k.u.k. Artilleriekadettenschule erbaute und in Betrieb genomme Anlage diente im Zweiten Weltkrieg als Erziehungsanstalt für Knaben und in den Nachkriegsjahren als Lazarett und Kaserne der russischen Besatzungsmacht. Seit 1956 wird das Gelände als weit über die Stadtgrenzen bekanntes Flüchtlingslager, das heute offiziell Erstaufnahmestelle genannt wird und ist für viele politische und wirtschaftlich motivierten Flüchtlinge die erste Unterkunft in Österreich.

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