Eine Frau eine Tochter, ihr Mann und viele Männer.
Von der Tochter der Freund, ihr Sohn mit Freundin.
Ort: Armenviertel in einem Stockautobus: Es herrschen die Gesetze des Stärkeren. Frau: Lore und Tochter werden nur geschlagen und geschändet.
Die Frau musste sich verkaufen und davon lebt die ganze Familie.
Auch das kleine Mädchen musste früh gehorchen.
Man rief sie Em, als Em 13 Jahre war starb ihre Mutter, an den Folgen der Brutalitäten der Männer. Das Mädchen Em lief davon und versteckte sich, ihr Vater suchte sie nicht, weil er eine andere Frau fand die ihm hörig war. Er war gut gebaut und Frauen ohne Mann hatten keinen Wert für die Männer. Em kauerte hinter einem großen Bus und heulte leise vor sich hin.
Da erschrak sie heftig, weil sie eine Hand berührte. Es war ein großer schlanker Junge, der sie zu beruhigen versuchte. Er war genauso verwahrlost wie sie. Nur er hatte einen Unterschlupf, er wohnte in dem aus ranschierten Stockautobus. Er nahm sie bei sich auf! Aber auch Franz, so hieß er war ein geschlagenes Kind. Und kannte nur Brutalität, denn nur mit Gewalt bekam er den Stockautobus. Er schlug alles kurz und klein was sich seiner Behausung nur näherte. So kam es das die beiden ein Paar wurden. Doch für Em war es keine schöne Zeit. Ihr Franz in den sie sich verliebte, entpuppte sich auch ihr gegenüber als der brutalste Mensch den sie jemals kennen gelernt hatte. Doch das erfuhr sie erst, als sie verheiratet war und ein Kind erwartete. Er wollte absolut keine Kinder, weil auch diese ernährt werden mussten. Da er gerade so viel hatte, das er nicht verhungerte. Die Schwangerschaft war für Em das reinste Mathyrium.
Er schlug sie und trat sie auf den Bauch und die Stiegen hinunter. Es war ein Wunder, dass ihr und dem Kind nichts Gröberes passiert war. Trotz der Misshandlungen gebar sie einen kräftigen gesunden Jungen. Sie nannte ihn Harro, er war ihr ganzer Stolz. Sie liebte ihn mehr als ihr Leben, aber auch ihr Junge liebte seine Mama über alles. Für seinen Vater empfand er nur Hass.
Er war erst fünf Jahre, aber er wusste schon, dass seine Mama ungerecht behandelt wurde. Und alles erdenklich Gute nur von seiner Mama kam. Es verging kein Wochenende wo nicht der Stockautobus voll von Männern war.
Und seine Mama, beide Hände voll zu tun hatte. Sie wurde geschlagen nicht nur von ihren Mann, sondern auch von seinen Saufkumpanen. Wenn der Junge dabei war, kam er seiner Mama immer zu Hilfe, egal wie es für ihn ausging.
Einmal sprang der kleine Harro wieder mal zwischen seine Mama und die Männer, die sie immer wieder misshandelten. Da erwischte ihn sein Vater am Kragen und schmiss ihn aus dem Stockautobus. Er war sofort bewusstlos. Als er am anderen Tag erwachte stand eine fremde Frau neben ihm. Er schrie nach seiner Mama, doch die Frau beruhigte ihn und sagte, ich bin es mein Junge. Er brauchte sehr lange bis er begriff, dass diese entstellte Frau seine Mama war.
Da fiel ihm ein, er wollte doch seiner Mama mit seinem kleinen Körper helfen,
aber der brutale Vater hat ihn aus dem Autobus geschmissen.
Der Junge fiel wieder in Ohnmacht und erwachte lange Zeit nicht. Nur durch die liebevolle Pflege seiner Mutter, ist er wieder genesen. Doch die Zeit danach wurde noch schlimmer. Seine Mama durfte keine Hilfe holen, weil sie es umso mehr büssen müsste. Einmal hatte sie es versucht und konnte eine Woche lang nicht aufstehen. Dies alles geschah inmitten der Zivilisation, obwohl es außerhalb aller Gesetze geschah. Es galt nur das Gesetz des Stärkeren.
Bis endlich alles Leiden ein Ende nahm. Ihr Mann der als der brutalste im Armenviertel galt, fiel zwar schon öfter stockbesoffen vom Autobus hinunter.
Aber dieses mal so unglücklich für ihn, dass er sich das Genick brach. Auf der obersten Stufe rutschte er auf etwas klitschigem aus und fiel hinunter. Nun war das große Leiden vorbei, so dachte die Frau. Aber das Gesetz des Stärkeren galt nach wie vor. So kam es wie es kommen musste und der nächst Stärkere zog in den Stockautobus ein. Die Sauforgien wurden immer wilder, der Junge und seine Mama konnten sich nicht wehren. Doch nach einem Jahr gröbsten Misshandlungen fiel auch der zweite Mann sternhagelvoll vom Stockautobus und brach sich alles was man sich nur brechen konnte. Da die Mutter weiterhin dem ältesten Gewerbe nachging, denn sie mussten ja von irgendetwas leben!
Ist es einmal geschehen, dass der Junge eines Nachts aufwachte und zur Mutter ins Zimmer ging. Er merkte sofort, dass seine Mama in Not war, denn er sah einen fremden Mann auf seiner Mama liegen. Schnell kam er seiner Mama zu Hilfe. Mit einer zwei Liter Flasche schlug er auf den Mann ein bis dieser sich nicht mehr rührte. Als er seine Mama Blut überströmt unter dem Mann hervor
kriechen sah, dachte er, er wäre noch rechtzeitig gekommen und hat so seiner heiß geliebten Mama das Leben gerettet. Er fühlte sich als ihr Lebensretter, nach einer Woche schweren Leidens starb auch dieser Mann an den Folgen des Sturzes. Es sprach sich herum, dass jeder Mann der sich mit der Familie einließ,
auf kurz oder lang daran glauben musste. So blieben die Verehrer aus und die Not wurde nur noch größer. Seine heiß geliebte Mama starb als er 18 wurde.
Sicher an den Folgen der Hungersnot. Der Junge zog blündernt und schlagend durch die Gassen. Er sah in jedem und allem nur das Schlechte. Er handelte ausschließlich nur in Notwehr. So dachte er, denn er hatte ja keinen anderen
Menschen kennen gelernt. Doch eines Tages sah er ein armseliges Häufchen Elend in der Gosse kauern und Herz zerreißend weinen. Es war ein überaus dürres kleines Mädchen, er trat näher und hob es auf. Er erschrak nicht wenig,
als er das Mädchen näher betrachtete. Er zog sie zum Licht und sah die blauen Flecken und das Blut überströmte Gesicht. Er hatte das Bild seiner Mutter vor seinen Augen, als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte. In ihm erwachte ein Gefühl der Zuneigung, oder Liebe. Er konnte es nicht so richtig eruieren. Er musste sie auf jeden Fall beschützen. Er trug das arme Mädchen in seine Behausung, wo er noch immer wohnte.
Zwei Jahre war er nun schon alleine in seinem Wohnbus.
Er hielt ihn in Ordnung wie es eine Frau nicht besser könnte.
Das ein oder andere Möbelstück tauschte er aus, weil es ihm besser schien.
Er war 20 Jahre und das Mädchen 17 und hieß Myra. Nun hat er jemanden den er beschützen durfte. Wie gern hätte er seine heiß geliebte Mama beschützt und für sie gesorgt. Ob es bettelnd oder stehlend gewesen wäre, war ihm egal.
Das Mädchen hatte das gleiche Los wie seine Mutter, doch es wurde durch Harros Fürsorge wieder gesund. Es dauerte sehr, sehr lange bis sie ihre Geschichte dem Jungen erzählen konnte. Er sah viele parallelen zu seiner Mama.
Der Beschützer in ihm wurde immer größer. So auch die Liebe zu dem inzwischen hübsch gewordenen Mädchen Myra.
Er hatte keine Arbeit, nur einen sehr schlechten Ruf, der ihm überall voraus- eilte. Nun liebt er aber dieses Mädchen mehr als sein eigenes Leben und Myra
ihren Lebensretter. Sie wurden ein Paar ohne Brief und Siegel. Beide zogen sie durch die verschiedensten Gassen um Arbeit zu finden.
Abends kamen sie tot müde und fielen ins ungemachte Bett. Myra bekam immer öfter Arbeit, als ihr Harro, doch wenn sie sagte sie wäre mit Harro zusammen, konnte man auch sie nicht gebrauchen. Sie verdiente so wenig, dass es nicht einmal für das Essen reichte. Wenn Harro nicht weiterhin gestohlen hätte, wären sie unweigerlich verhungert. Sie wollten sparen um zu heiraten, doch es reichte hinten und vorne nicht. Eines Tages hatte das schöne Mädchen eine sonderbare Begebenheit.
Sie arbeitete den ganzen Tag und wollte sich den Lohn abholen. Der Mann des Hauses war alleine im Haus und bedrängte das Mädchen mit seiner Liebe zu ihr. Eine Woche war sie nun bei ihm und jeden Tag verfolgte er sie und sucht ihre Nähe wo er nur konnte. Da fing er an ihr Geld zu bitten, bis er ihr so viel bot, dass sie nicht mehr nein sagen konnte. Denn sie liebt ihren Harro und nun konnten sie herrlich davon leben. Sie konnten sich beide einkleiden und hatten noch genug zum Sparen. Ihr Harro brauchte nicht mehr stehlen. Bald hatten sie so viel beisammen, um sich eine Wohnung zu kaufen.
Anfangs hatte Harro bedenken und konnte es nicht glauben, dass seine Myra so viel Gelde verdient und er nicht mehr stehlen musste.
Nie in seinem ganzen Leben ist es ihm so gut gegangen. Er der nie Glück hatte, der immer nur Schläge und Tritte einstecken musste, konnte nun in Saus und Braus leben. Wenn das seine Mama erleben hätte können, das ihr Sohn das große Los gezogen hat. Mit einem Mädchen das er über alles liebt, das auch ihn sehr lieb hat. Er weiß natürlich nicht, wie sie das Geld anschafft. Aber auch Myra fand kein Vergehen daran wie sie das Geld verdiente.
Sie ließ die Männer gewähren und empfand nicht das geringste Vergnügen dabei. Es war für sie nur reines Geld verdienen. Kein Mann konnte sie jemals befriedigen, oder das sie Wohllust verspürte. Nur Eckel und tiefste Abscheu. Vielleicht hatte das schon ihr Vater besorgt, der sie als Kind schon geschändet hatte. Und sie deshalb keine Gefühle verspürte.
Doch die Liebe zum Harro war so rein und echt, wie es nur die wahre Liebe vermag zu lieben.
Auch Harro war mit seiner ganzen Liebe bei Myra. Erfüllung jedoch, kannte auch er nicht.
Ob das die Schläge oder der Sturz aus dem Wohnbus verursacht hatte, weiß keiner. Am wenigsten der Harro. Er wusste ja nicht, dass er einen Schaden hatte, für ihn war das Gefühl normal.
Die Liebe zu seiner Myra, war wie die Liebe zu seiner Mama, nur inniger und stärker. Längst sind sie verheiratet in eine andere Stadt gezogen und wohnen in einer schönen großen Wohnung. Niemand wusste woher sie kamen und keiner kannte ihr Schicksal. Nun waren die Rollen vertauscht.
Der Harro ging seiner Arbeit in einem Lager nach. Natürlich verdiente er nicht so viel wie Myra, aber da sie viel Erspartes hatten und gewöhnt waren mit wenig zu leben, ging alles gut. Da aber die Welt sehr klein ist, holte sie das Schicksal viel zu schnell ein.
Ein früherer Verehrer erkannte sie und bedrängte sie bis sie nachgab. So kam es dass, das Mädchen wieder zu verdienen begann. Doch wie das Schicksal es so will, kam ihr Harro eines Tages zu früh heim und erwischte einen Mann auf seiner Myra. Schon hatte er das Bild seiner Mutter vor sich, wie er ihr das Leben gerettet hatte. Er erwischte eine zwei Liter Flasche und zerschlug sie auf den Kopf des Mannes. Dieser überlebte diese Attacke natürlich nicht. Meine Frau wird mir keiner ungeschoren belästigen.
Da beide im Sexuellen keine Erfüllung kannten, hatten sie auch kein Verlangen danach. Der Tote wurde von ihnen nachts aus dem Haus geschaffen.
Sie waren so sorglos, denn sie fühlten sich ja im Recht. Sie wurden prompt erwischt. Der Harro wurde eingesperrt und nur deshalb wurde das Schicksal der beiden bekannt. Das schöne Mädchen besorgte für ihren Mann den besten Anwalt den es gab. Dieser enthüllte das Leben der beiden und besorgte für sie einen Arzt. Doch die Wunden ihrer Seele waren so tief und konnten von keinem Arzt auf der Welt geheilt werden. Harro wurde für ein Jahr eingesperrt und seine schöne Myra wartete auf ihn.
Jeden Tag besuchte sie ihren liebsten Harro im Gefängnis, brachte ihm die besten Speisen die er sich wünschte. Sie war ein gern gesehener
Gast im ganzen Haus, ein jeder konnte sehen wie tief die Liebe der beiden war.
So lange Harro eingesperrt war lebte sie vom ersparten Geld,
das war nicht wenig. Sie waren ja lange Zeit Doppelverdiener,
da sie nie viel Geld ausgaben
blieb ihnen genug übrig, bis ihr Harro zu Hause war.
Sie lebten bis zu ihren Tot ohne Kinder zusammen
und trennten sich nie wieder.
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